Expertenmeinung

Sehe Dir das Video zum Interview an:

Interview mit Dr. Lutz Graumann

Effektives Training, schneller Muskelaufbau, Zeitersparnis…bei solchen Umschreibungen ist es kein Wunder, das immer mehr Leute dem EMS-Trend nachgehen. Doch wie funktioniert dieser Trend wirklich und was macht EMS so besonders? Wir haben dazu einen hoch anerkannten Experten auf seinem Gebiet befragt. Von wem wir sprechen? Dr. Lutz Graumann – er ist Arzt für Sportmedizin, Chirotherapie und Ernährungsmedizin. Durch eine Vielfalt an Forschungsprogrammen in den USA, Kanada und Deutschland wird er seit mehr als 10 Jahren im Bereich Performance Medicine + Functional Training wahrgenommen. Er hat den ANTELOPE EMS-Anzug genau unter die Lupe genommen und getestet. Wie der ANTELOPE Anzug abgeschnitten hat und was Dr. Lutz Graumann zum Thema EMS zu sagen hat, erfahrt ihr im Interview.

Was war Dein erster Gedanke, als Du von Elektro-Muskel-Stimulation gehört hast?

Am Anfang dachte ich es wäre zu schön um wahr zu sein, dass es etwas gibt, was von außen den Muskel stimuliert und man dadurch schneller und kräftiger werden kann.

Hast Du bereits Erfahrungen mit EMS gesammelt?

Ich durfte schon vor recht langer Zeit die ersten Erfahrungen sammeln. Vor ca. 5 Jahren kamen die ersten EMS-Anbieter auf mich zu, um ein Feedback von mir zu erhalten. Dadurch habe ich dann vor ein paar Jahren beschlossen mir ein EMS Gerät zuzulegen, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Es ist immer das Beste Dinge selbst auszuprobieren. Ich habe dann einen Selbsttest gemacht und 12 Wochen, 1-2 Mal die Woche, ausschließlich mit EMS trainiert.

Wie stehst Du zu den Vorurteilen gegenüber EMS?

Die Vorurteile zu Beginn finde ich immer gerechtfertigt, sprich das man erst einmal skeptisch ist und Dinge hinterfragt die am Markt sind. Das Erste was hier signalisiert werden muss ist die Sicherheit. Wenn man mit Strom im menschlichen Körper hantiert, sollte die Sicherheit immer an erster Stelle stehen – kurz: Safety first! Eines der klassischen Vorurteile gegenüber EMS ist, dass es gesundheitsschädigend sei, weil man plötzlich so viel Muskelschaden produziert, sodass die Niere darunter leidet und das dadurch ernsthafte Nierenschäden entstehen können. Dies ist auch ein Bedenken, das in der Literatur auftaucht. Hier kann man jedoch sagen, dass wenn man mit Sinn und Verstand das Training durchführt, dann ist es sicherlich sehr sicher und man muss keine Angst davor haben das die Niere geschädigt wird. Voraussetzung hierfür ist natürlich die Gesundheit. Man sollte sich immer erst die Frage stellen: “Bin ich so gesund, dass ich ein EMS Training durchführen kann? Gibt es irgendwelche Kontraindikationen?” Wenn diese vernünftig beleuchtet sind, dann kann man mit viel Spaß das EMS Training beginnen.

Keine Frage – sondern eine Bitte. Würdest Du uns bitte erklären, was genau im Körper beim Training mit EMS passiert?

Beim EMS Training wird ein elektrisches Signal in den Muskel gegeben, der dazu führt, das der Muskel sich zusammenzieht. Bei den normalen körperlichen Bewegungen ist es so, dass das grundlegende Rechenmodell für die Bewegungssteuerung das Gehirn leistet. Wir haben Bewegungserfahrungen und unser Gehirn produziert ein Bewegungsmuster und dieses Aktivierungsmuster führt dazu, dass bestimmte Muskeln “angeschaltet” werden und gewisse Muskeln “ausgeschaltet” werden. Wenn man einen EMS-Anzug trägt, kommt auf das normale Bewegungsprogramm unseres Gehirns, noch zusätzlich der Reiz von den Strom-Signalen und dadurch können wir wesentlich mehr Muskelgruppen ansteuern. Wenn man maximal seinen Bizeps kontrahiert, dann aktiviert man ausschließlich 30-40% der Muskelfasern. Durch die äußeren Signale (EMS) kann man hingegen bis zu 80% der Muskelfasern gemeinsam aktivieren. Das ist natürlich ein wahnsinns Effizienzzuwachs!

Du hast bereits mehrere Bücher geschrieben, in Deinem Buch “Regeneration” schreibst Du darüber, wie man jeden Tag erholt, ausgeschlafen und erfolgreich sein kann, egal ob im Alltag, Sport und High Performance Bereich. Kann EMS also auch eine Lösung dafür sein?

EMS kann sogar auf beiden Seiten der Erfolgsgleichung stehen. Wir sagen immer man ist dann dauerhaft erfolgreich, wenn Training und Regeneration gleichermaßen beherzigt wird. Für den Trainingsfaktor spielt meist die Zeit eine große Rolle, da diese den meisten Menschen fehlt. Es ist jedoch auch bekannt, dass schon eine Trainingseinheit a 20 Minuten ausreicht, um den Körper gesund zu halten. Das heißt für den Trainingsbereich haben wir eine Lösung mit EMS und auch für den Bereich der Regeneration. Heißt, wenn man anstrengende körperliche Belastung hat, abends nicht “runter kommen” kann, dann kann man mit der Regeneration Komponente, die die Anzüge ja auch liefern, dadurch auch die Reduktion des Muskeltonus ankurbeln. Was bedeutet, man kann Verspannungen reduzieren, gezielte Durchblutungen im ganzen Körper können angeregt werden und kann dadurch auch die Erholung steigern. 

Wie stehst Du zum Thema schnelle Regeneration durch EMS? 

Wenn man Regeneration zunächst einmal hinterfragt, ist Regeneration die Phase nach der Belastung, vor der Belastung. Man wird durch das? Training erst einmal schlechter. Klingt komisch, ist aber so. Man hat ein Ausgangsniveau der Leistungsfähigkeit, dann trainiert man und nach dem Training ist man erst mal platt. Hier beginnt nun die Magie der Regeneration. Das Fließgleichgewicht des Körpers, die sogenannte Homöostase, wird wieder hergestellt. Diese Zeitspanne ist abhängig von unserem Trainingszustand, den Strategien die wir verfolgen, von dem was wir essen und trinken. Eine der neuen Strategien die dabei helfen kann die Regeneration zu verkürzen, um schneller wieder einen neuen Trainingsreiz setzen zu können, ist das EMS Training. Schneller bedeutet hier ganz einfach eine Zeiteinsparung um schneller wieder trainieren zu können.

Es wird immer von einer schnellen Regeneration gesprochen, doch was bedeutet schnell? Vor Allem im Vergleich zu der Regenerationszeit ohne den Einsatz von EMS?

Regenerationszeit wird bestimmt von der Härte des Tages und das ist die Aufsummierung von physischen und psychischen Stressoren. Sprich das was man im Arbeitsalltag erlebt hat und das was man sich noch zusätzlich zugefügt hat an körperlicher Belastung und Trainingseinheiten, abseits des Arbeitstages. Was wir verstehen müssen ist das die Regenerationszeit um wieder auf unser Ausgangsniveau zu kommen, in der direkten Abhängigkeit steht zur Belastung im Alltag. Schneller regenerieren durch EMS bedeutet, ich versuche die Stromsignale für mich zu nutzen, um gezielt Verspannungen zu lösen, egal ob wir physisch oder psychisch gestresst sind kommt man in diese Aktivierungsmuster hinein, sodass die Muskulatur sich anspannt, auch unterbewusst. Diese Anspannung führt dazu, dass es uns am nächsten Tag etwas schlechter geht und das wir nicht 100% ausgeruht sind. Durch diese gezielte Stimulation, im Anschluss an den Tag , also das Massageprogramm, vielleicht sogar gepaart mit Eigenmassage durch Faszien Tools, bringen wir die Muskelspannung – den Muskeltonus sehr schön herunter. Durch die gezielte Steuerung der Muskel Signale kann auch eine Durchblutungssteigerung erzielt werden und sogar den Abfluss der Stoffwechsel Zwischen- und Endprodukte beschleunigen. Dadurch kommt der Zeitgewinn und die Geschwindigkeitssteigerung der Regeneration zustande.

Welche Vorteile siehst Du beim Training mit ANTELOPE?

Die Vorteile beim Training mit ANTELOPE liegen ganz klar in der Zeitersparnis. Die meisten Menschen klagen, dass sie zu wenig Zeit im Alltag haben, um sich vernünftig zu bewegen. Hier kann man identische Trainingsreize setzen, die man sonst erst in mehreren Trainingssessions produziert. Einige Studien wie zum Beispiel die der Uni Erlangen zeigen, dass ein 20-minütiges EMS Training pro Woche, genauso effektiv ist wie 4 Stunden funktionelles Training. Daher ist die Zeitersparnis die Nummer 1. Der zweite Vorteil beim ANTELOPE.SUIT ist die gewonnene Freiheit, nicht mehr kabelgebunden zu trainieren, sondern auch mit dem Anzug laufen gehen zu können, ein funktionelles Training durchzuführen mit EMS und egal wo ich bin, auch die Massagefunktion für mich zu nutzen.

Seit wann trainierst Du mit ANTELOPE?

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich seit Januar 2020 mit dem ANTELOPE.SUIT trainieren darf und habe seitdem sicher auch schon mehr als 20 Trainingseinheiten damit absolviert, also mehr als normalerweise empfohlen ist, um Grenzen auszuloten. Was kann ich mit dem Anzug machen, was kann ich nicht damit machen? Was tut mir gut, was tut mir nicht so gut? Um daraus neue Anleitungen zu identifizieren, sodass unsere Klienten das Beste aus ihrem Training herausholen können. 

Bitte Deine ehrliche Meinung – was hälst Du von ANTELOPE?

Dadurch, dass ich mir selbst schon ein ganz gutes Bild von dem ANTELOPE.SUIT machen konnte, würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen. Gerade für die, die einen hektischen Lebensstil führen, wenig Zeit haben und die die vllt einen neuen Trainingsreiz suchen. Dafür ist das Produkt super geeignet. 

Vielen Dank Dr Lutz Graumann!